2025 - ein Jahr voller Licht, Weltblicke, Waldpfade und Erinnerungen
2025 - ein Jahr voller Licht, Weltblicke, Waldpfade und Erinnerungen die bleiben
Wenn ich auf 2025 zurückschaue, fühlt es sich weniger wie “ein Jahr Content” an und mehr wie eine lange Fotowanderung. Mal mit klarer Route, mal komplett improvisiert, aber fast immer mit demselben Ziel: Licht finden, das etwas in uns auslöst. Hier im Blog, hat sich das Jahr wie ein Tagebuch aus Orten, Jahreszeiten und kleinen Erkenntnissen gesammelt und auf YouTube ist eine zweite Ebene entstanden. Ich wollte nicht nur zeigen, was ich gesehen habe, sondern dich mitnehmen, wie sich dieser Moment angefühlt hat.
Winteranfang: Frost, Struktur und die Ruhe, die der Schnee bringt
Los ging es mit genau der Art von Winter, die ich liebe. Frost, der Linien freilegt und Stille, die alles schärfer wirken lässt. In “Frostige Lichtmomente” war ich mit dem Fahrrad und Kamera im Donaueschinger Schlosspark unterwegs und dieser Mix aus Bewegung und anhalten hat mir gleich zum Jahresbeginn wieder gezeigt, wie schnell aus einem “normalen Morgen” ein Motiv werden kann, wenn das Licht stimmt. Kurz darauf wurde es noch kleiner und stiller. Der Garten war Quelle und Inspiration, um dich in die Makrowelt des Winters eintauchen zu lassen. Raureif und Frost auf alten Blüten und Blättern, geben filigrane Muster und Strukturen, wie Mandalas und eignen sich hervorragend um die kleine Schönheit des Winters einzufangen. Ein Ausflug auf den Feldberg zum Sonnenaufgang, zeigte das komplette Gegenteil zur stillen Schönheit des Winters im Garten. Hier kämpfte ich gegen stürmische, eisigkalte Windböen um die Schneebedeckten Tannen, die windschief am Hang standen, zu fotografieren und die Wanderung zeigte dass der Winter auch anders kann. Außerdem gab es einige Tipps zur Winterfotografie und kreative Ideen für Winterfotos.
Frühling: Pastell, Gegenlicht und ein bisschen Wissenschaft im Blick
Im Frühling, als der Schnee getaut war und die ersten Blüten blühten und Blätter sprossen, konzentrierte ich mich auf die Farben. Sanfte Pastelltöne und wie man sie am besten in der Fotografie rüber bringt. Ein Ausflug zum Blindensee, ein Ort, der automatisch entschleunigt. Dunkles Wasser, Moor, urwüchsiger Wald. Er ist ein Naturschutzgebiet, das schon 1960 unter Schutz gestellt wurde und auf rund 1000 Metern liegt.
Anschließend bereiste ich Irland. Die wilde und ehrliche Landschaft, die dich so oft zwingt anzuhalten um zu Fotografieren, aber auch um den Moment zu genießen und sich alles einzuprägen.

Meine Lieblingsmischung bei Bildern ist die aus Ästhetik und Beobachtung. Pastell-Look, Gegenlicht, Morgendämmerung und zwischendrin der Blick darauf, dass Fotografie manchmal auch bedeutet, Naturphänomene zu verstehen (sogar bis hin zum Thema,
wie Bienen Farben wahrnehmen).

Frühsommer: Portraits im Wald und Blütenregen in Rostock
Die Frühsommer Monate waren für mich Monate des “Erdens”. Früh morgens raus, einfach denken und nicht überladen. Hier zeigte ich euch das Shooting mit Sebastian Schnitzer im Wald. Ein Projekt, bei dem ein Wanderer, der kurz innehält und Dampf von seinem heißen Getränk aufsteigt, sowie im gezielten Licht leuchtet, im Vordergrund stand.
Ein Ausflug nach Rostock, in den botanischen Garten, wo japanische Zierkirschen, wie ein rosa Tunnel, plötzlich eine eigene Welt mitten in der Stadt bildeten. Dazu Blumenwiesen als Farbexplosionen, mit der Erinnerung, dass diese “kleinen” Biotope sogar an unscheinbaren Orten entstehen können und sowohl fotografisch wie ökologisch wertvoll sind.

Sommer: Lissabon, Andalusien und Geschichten in Gassen
Im Sommer ging es für mich raus aus dem Wald und der unberührten Natur und rein in die Stadt, an Küsten und zu anderem Licht. Lissabon war ein Reisebericht voller Gassen, Perspektiven und dieser typischen Stadtenergie, die dich gleichzeitig trägt, aber nach einer Zeit auch müde macht.

Deswegen musste ein Ausgleich her. Andalusien. Erst Conil de la Frontera wo Wind, Wellen, Weite und Salz in der Luft, die Akkus wieder aufluden und Muscheln Sand als ihre Leinwand nutzten. Kurz darauf Granada, wo Geschichte wirklich durch die Gassen flüstert. Im Granada-Beitrag habe ich bewusst einmal mehr auf das YouTube Video dazu verwiesen, weil manche Orte in Bewegung einfach noch mal anders wirken. Du hörst den Raum und siehst, wie Licht wandert, du spürst Tempo.


Im August ging es für mich in den Kaiserstuhl auf eine fotografische Wanderung. Reben, Trockenrasen, Geschichte, eine Landschaft, die mehr erzählt als man auf den ersten Blick denkt. Diese Wanderung belohnte uns mit kleinen Wundern am Wegesrand, wenn du nicht durchhetzt. Schmetterlinge, seltene Insekten und einzigartige Natur.


Im September folgte Donaueschingen als fotografische Entdeckungsreise. Kontraste zwischen Schloss, Architektur, Parks. Die Heimat nicht als Selbstverständlichkeit sehen, sondern als Motiv, das man sich neu erarbeiten darf.

Herbst: Tiere, Schluchten, Wasserfälle
Der Herbst 2025 hat mich wieder in meinen Kern zurückgeführt. Natur, Geduld und Details. “Tiere vor der Linse” war genau das, eine kleine Liebeserklärung an die Welt, die wir oft übersehen und gleichzeitig ein realistischer Blick darauf, wie herausfordernd Tierfotografie sein kann.


Zwei Touren sind besonders im Gedächtnis geblieben. Die Rötenbachschlucht, mit Wasser, Wildnis, stillen Momenten und einzigartigen Naturmotiven. Diese Wanderung hat mir wieder gezeigt, dass man oft gar nicht so weit weg fahren muss, um Sachen zu erleben und die Natur vor der Haustür oft genauso beeindruckend ist.

Etwas weiter musste ich zu den Zweribachwasserfällen fahren und wandern. Die nächste Wanderung die zeigte wie schön und beeindruckend die Natur sein kann. Bei dieser Wanderung lief erstmal alles schief. Hut vergessen, Handy verloren, Puls oben und dann auch noch fast den Autoschlüssel im Café vergessen. Aber all das sorgte am Ende dafür, dass der Tag in unseren Köpfen hängen blieb.

Im November stand dann noch das goldene Herbstlicht über der Zollernalb, mit Blick auf die Burg Hohenzollern im Mittelpunkt. Das warme, schräge Licht, lies alles wie Erinnerungen aussehen und brachte allem einen besonderen Touch.

Jahresende: Warum wir fotografieren
Im Dezember habe ich den Kreis mit dem Essay “Warum wir fotografieren” geschlossen, weil die Kamera oft ein Vorwand ist, um genauer hinzusehen und die Welt nicht nur vorbeirauschen zu lassen.

Mein YouTube Kanal wird immer mehr zu einem Ort, an dem Fotografie als Erlebnis sichtbar wird. Die Videos funktionieren nicht nur als Tutorial, sondern als Einladung, langsamer zu werden und nebenbei anzufangen besser zu fotografieren.
Was 2025 für mich zusammengefasst war
2025 war das Jahr, in dem ich gemerkt habe, dass es nicht darum geht mehr zu machen, sondern echter zu sehen. Blog und YouTube haben sich dabei ergänzt. Während der Blog das Zuhause für Tiefe, Text und Wissen ist, ist YouTube der Weg die Bilder lebendig werden zu lassen.


Lichtemotionist - Tobias Ackermann
Autor; Künstler

Alicia Ackermann
Co-Autor; M.Sc. Meeresbiologie



























