Waldgeschichten verbinden

Tobias Ackermann • 2. März 2026

Drei Waldgeschichten. Ein roter Faden.

Der Wald hat für mich zwei Gesichter.

Das eine kenne ich seit Jahren: als Ort, an dem ich runterkomme, an dem das Licht weich wird, wo Nebel zwischen Fichten hängt und du plötzlich dieses eine Bild vor dir siehst, dass du vorher nicht mal gesucht hast.

Und dann gibt es das zweite Gesicht, das sich in den letzten Monaten immer stärker dazu geschoben hat: der Wald als System. Als etwas, das nicht einfach “schön” ist, sondern hochkomplex. Ein lebender Organismus aus Boden, Wasser, Mikroklima, Pilzen, Insekten, Bäumen und Zeit.

Wenn ich die drei Beiträge “Mit Sebastian Schnitzer im Wad”, “Holz” und “Baumguru” nebeneinanderlege, merke ich: Sie zeigen genau diese beiden Gesichter. Und sie zeigen, wie eng Fotografie, Handwerk und Wissenschaft im Wald eigentlich miteinander verwoben sind.

Im Mistelbrunner Wald war es am Morgen des Shootings mit Sebastian Schnitzer ganz schlicht. Er und ich einfach früh raus, mit einem kleinen Setup und einer Idee vom Wanderer, der ankommt, durchatmet. Kaffee in der Hanf, gegen die Kälte und gleichzeitig der Dampf im Gegenlicht. Ich mag solche Motive, weil sie auf den ersten Blick unspektakulär wirken. Aber draußen ist nichts konstant. Der Wald ist kein Studio. Das Licht wandert, Wolken ziehen, Schatten verschieben sich und du kannst nicht einfach sagen: “Stopp wir drehen nochmal kurz die Sonne um.” In solchen Situationen arbeite ich gerne mit minimaler Technik, umso weniger muss man mitschleppen und umstellen. Man kann schneller agieren und verliert nicht so viel Zeit. Gleichzeitig setzt man sie bewusster ein. Ein Aufsteckblitz, ein weißer Durchlichtschirm, ein Stativ sorgen dafür, dass man Dinge die man sowieso wahrnimmt auf dem Foto später besser sieht und so werden Struktur im Gesicht, Zeichnung der Kleidung und eine kleine Trennung zum Hintergrund sichtbar. Wenn man sich auf die Gegebenheiten und seine Umgebung einlässt passiert es irgendwann, man wird ruhiger und die Motive werden gefunden, du kommst im Setting an und beginnst deine Umgebung richtig Wahrzunehmen.

Und genau da fängt für mich der wissenschaftliche Blick inzwischen automatisch mit an.

Das Gegenlicht im Nebel ist nicht nur eine Stimmung, es ist Physik. Es ist Streuung an Wassertröpfchen, es ist Luftfeuchtigkeit, Temperaturgradienten, ein Mikroklima, das im Wald anders funktioniert als auf dem Feld nebenan. Der Wald baut sich seine eigene Atmosphäre. Unter dem Kronendach ist es kühler, windärmer, oft feuchter und genau deshalb entstehen dort diese Lichtmomente, die magisch wirken, aber eigentlich ein Ergebnis von Strahlungsbilanz, Verdunstung und Luftbewegung sind.

Man kann das romantisch nennen. Oder man kann sagen, dass der Wald sein Klima selbst reguliert, zumindest bis zu einem gewissen Punkt.



Bei einem nächsten Projekt, war die Stimmung eine andere. Der Wald galt nicht mehr als “Studio” sondern als Ursprung. Im Video und Blogbeitrag “Waldgeheimnisse” geht es um das Thema Holz, um eine Werkstatt, um Menschen, die altes Holz aus abgerissenen Schwarzwaldhäusern wieder in etwas Neues verwandeln. Und plötzlich wird Holz zu etwas, das man nicht nur sieht, sondern versteht.

Holz ist kein neutrales Material. Es ist Biologie und verbirgt Geschichten.

Es besteht nicht einfach aus Fasern, sondern aus einem Gewebe, das ein Baum aufgebaut hat, um Wasser nach oben zu transportieren, Stabilität zu gewinnen, Verletzungen zu überstehen, Winter zu überleben. In jedem Brett steckt die Geschichte eines Wachstumsprozesses: Frühholz, Spätholz, Dichteunterschiede, Jahrringe. Wenn man genau hinschaut, sieht man Trockenjahre, Stressphasen, vielleicht Sturmschäden oder besonders gute Bedingungen in einem bestimmten Zeitraum. Die Dendrochronologie ist die Datierung und Rekonstruktion von Umweltbedingungen über Jahrringe und hilft dabei die Geschichte von Bäumen zu Lesen wie eine Biografie. Bäume sind nämlich Klimaarchive und schreiben Jahr für Jahr ihre Bedingungen in ihre Struktur.

Das war einer der Momente, wo ich beim Drehen und Fotografieren gemerkt haben wie wenig Dekoration der Wald ist. Wenn du altes Holz in den Händen hältst, hältst du Zeit und du hältst Information. Was in dem Video wichtig ist, ist dass es nicht nur beim Bild bleibt. Es kommt Ton dazu durch Sebastian Schnitzer am Flügel, improvisierend, suchend, bis das Thema da war, das alles zusammenhält: “La Madera”. Gleichzeitig die echten Geräusche aus Werkstatt und Wald. Für mich hat das perfekt zusammen gepasst, weil es dem Material Würde gibt. Holz ist nicht still, es klingt, arbeitet, antwortet und erzählt Geschichten.

Der “Baumguru”-Beitrag, bringt für mich die dritte Ebene in das Thema: Verantwortung. Wenn du beginnst, den Wald als System zu sehen, kommt automatisch die Frage auf wie es diesem eigentlich geht?

Bäume stehen nicht einfach nur da. Sie altern, sie reagieren, sie kompensieren, sie kämpfen. Und vieles davon passiert unsichtbar. Ein Baum kann äußerlich vital wirken und innen längst geschädigt sein, durch Pilze, Hohlräume, Risse, Stress durch Trockenheit oder Bodenverdichtung. Gerade in Städten oder an Wegen ist das relevant, weil Sicherheit und Erhalt zusammenkommen: Wann ist ein Baum gefährlich? Und wann kann man ihn retten statt ihn zu fällen?

Baumdiagnostik ist der Bereich zwischen Biologie, Materialkunde und Messtechnik. Du schaust nicht nur auf die Krone oder die Rinde, sondern misst ins Innere: Dichte, Widerstände, Strukturen. Das Ziel ist im besten Fall nicht “Kontrolle”, sondern Erhalt. Schäden früh erkennen, Maßnahmen ableiten, unnötige Fällungen vermeiden.

Wissenschaftlich betrachtete ist das Teil einer größeren Realität. Die Wälder stehen unter Druck. Klimaextreme wie längere Trockenphasen, Hitzewellen, Sturmereignisse, verändern die Wachstumsbedingungen. Wasserstress schwächt Bäume, macht sie anfälliger für Schädlinge und Krankheiten. Gleichzeitig verändert sich durch Eingriffe und Nutzung die Struktur vieler Wälder: Artenzusammensetzung, Altersklassen, Totholzanteil, Bodenverdichtung durch Maschinen, Fragmentierung. 

Was ich daran so wichtig finde. Die Prozesse sind nicht abstrakt. Du siehst sie. Manchmal subtil, in veränderten Jahrringbreiten, in Kronen, die lichter werden. Manchmal brutal in abgestorbenen Hängen, in massiven Schäden nach Stürmen. Und plötzlich fühlt sich der Blick durch die Kamera anders an.

Diese drei Beiträge haben für mich einen gemeinsamen Kern: Der Wald ist nicht nur Motiv, er ist Beziehung. Im Mistelbrunner Wald geht’s um Licht, ohne den Ort zu überformen. “Holz” zeigt Material als gespeicherte Zeit, die Handwerk weiterträgt. Der Baumguru steht für Wissen, dass schützt statt ersetzt. Und am Ende bleibt: Je mehr du über den Wald verstehst, desto tiefer werden deine Bilder, weil du nicht nur Stimmung fotografierst, sondern ein lebendiges System.

Lichtemotionist - Tobias Ackermann

Autor; Künstler

Alicia Ackermann

Co-Autor; M.Sc. Meeresbiologie

von Tobias Ackermann 5. Februar 2026
2025 - ein Jahr voller Licht, Weltblicke, Waldpfade und Erinnerungen die bleiben Wenn ich auf 2025 zurückschaue, fühlt es sich weniger wie “ein Jahr Content” an und mehr wie eine lange Fotowanderung. Mal mit klarer Route, mal komplett improvisiert, aber fast immer mit demselben Ziel: Licht finden, das etwas in uns auslöst. Hier im Blog, hat sich das Jahr wie ein Tagebuch aus Orten, Jahreszeiten und kleinen Erkenntnissen gesammelt und auf YouTube ist eine zweite Ebene entstanden. Ich wollte nicht nur zeigen, was ich gesehen habe, sondern dich mitnehmen, wie sich dieser Moment angefühlt hat.
von Tobias Ackermann 11. Dezember 2025
Warum wir fotografieren und was der Herbst uns über die Zeit lehrt... Warum zieht es uns immer wieder hierher in diese Kathedralen aus Holz und Laub? Vielleicht, weil der Herbst der ehrlichste aller Künstler ist. Er zeigt uns, dass Schönheit oft im Loslassen liegt. Jedes Blatt das fällt macht Platz für neues Licht. Wir wandern durch diese Farben. Gold, Rostrot, sattes Gelb und versuchen nicht nur zu sehen, sondern zu fühlen. Die Kamera ist dabei oft nur ein Vorwand. Ein Vorwand um genauer hinzusehen, um die Welt nicht an uns vorbeirauschen zu lassen, sondern sie für den Bruchteil einer Sekunde anzuhalten.
von Tobias Ackermann 18. November 2025
Herbstlicht über der Zollernalb - eine Fotowanderung mit Aussicht auf die Burg Hohenzollern Es ist bereits gegen Nachmittag, als wir den Wanderparkplatz Traufgang Zollerblick erreichen. Die Sonne steht schon merklich schräg, das Licht hat diesen warmen, goldenen Ton, den es nur im Herbst gibt. Genau diese Stimmung wollen wir heute einfangen. Auf einer Fotowanderung mit Aussicht auf die Burg Hohenzollern, die wie eine Märchenburg auf ihrem kegelförmigen Berg thront. Unsere Runde führt uns vom Parkplatz zum Nägelehaus, weiter zum Raichbergturm, über den Hangenden Stein zum Hohenzollernblick und schließlich zum Zollersteighof, wo wir den Tag bei Kaffee ausklingen lassen.
von Tobias Ackermann 22. Oktober 2025
Zweribachwasserfälle: Ein Tag, der erstmal nicht losgehen wollte und dann genau richtig wurde Wir sind spätvormittags in St. Märgen angekommen, haben das Auto auf dem Wanderparkplatz abgestellt und sind gemütlich durch den Ort getrottet. Vorbei am Klostermuseum St. Märgen und einem kleinen Café, das sofort das Gefühl des “Hier müssen wir später nochmal hin” auslöste. Am Rathaus ging es noch schnell auf die Toilette, Rucksäcke wurden sortiert, Kameras gecheckt und dann … der Klassiker: “Mein Hut liegt noch im Auto.” Ich also zurück. Zehn Minuten flotter Schritt, Hut geschnappt und zurück gejoggt, Puls oben. Wieder angekommen bei Alicia und der Fotoausrüstung das Nächste: “Äh mein Handy ist irgendwo auf dem Weg aus meiner Hosentasche gefallen.” Also zu zweit den Weg abgelaufen, den ich gerade gejoggt war. Während ich meiner anderen Tochter am Telefon von meinem Pech erzählte und sie fragte, ob sie das Handy von meinem Computer aus orten könne, um den Signalton abspielen zu lassen, um es leichter zu finden. Doch in dem Moment bückt sich Alicia, hebt was von der Wiese, die ich als Abkürzung genutzt hatte, auf und grinst: “Hab’s!” und gleichzeitig ging der von Amelie eingeschaltete Signalton los. Wir mussten lachen und ab dann war klar, dass die Fotowanderung nun wirklich losgehen kann. Los geht’s! Die Wanderung hatte Alicia bei Komoot rausgesucht. Sie wurde als schwer eingestuft, war etwa 11,7 Kilometer lang, sollte knapp vier Stunden gehen und um die 430 Höhenmeter auf- und abwärts gehen. Kurze alpine Stücke setzen laut Plattform Trittsicherheit und feste Schuhe voraus. Ich bin gespannt, denn es hört sich herausfordernd und nach einer Challenge an. Doch erstmal müssen wir raus aus St. Märgen. Die ersten Meter sind freundlich und geben Zeit, in das Wandern hineinzufinden. Als ersten Wegstop passieren wir die Rankmühle, die an einem asphaltiertem Weg steht. Ein altes Schwarzwaldhaus mit Holzschindeln und Mühlrad, sowie den klassischen Geranien blühend vor dem Haus.
von Tobias Ackermann 4. Oktober 2025
Fotowanderung in der Rötenbachschlucht - Wasser, Wildnis und stille Momente Die Rötenbachschlucht im Hochschwarzwald ist ein Ort, an dem sich die ganze Vielfalt dieser Landschaft offenbart. Wer sich hier auf den Weg macht, erlebt dichte Wälder, wilde Bachläufe, moosbewachsene Felsen und beeindruckende Felshänge. Für Wandernde bedeutet die Tour eine kleine Herausforderung, für Fotografierende eröffnet sie ein Paradies an Motiven.
von Tobias Ackermann 25. September 2025
Tiere vor der Linse - vom Summen der Bienen bis zum Quaken der Frösche Die Fotografie von Tieren hat etwas Faszinierendes. Ob winzige Insekten wie Bienen oder Schmetterlinge, ein Frosch der am Teichrand sitzt, oder eine Spinne im Netz. Sie alle eröffnen uns eine Welt, die im Alltag oft übersehen wird. Wer sich mit der Kamera auf diese Suche begibt, betritt eine Welt voller Bewegung, Lichtspiele und überraschender Begegnungen. Doch so einzigartig das Ergebnis sein kann, so herausfordernd ist der Weg dorthin. Herausforderungen der Tierfotografie Die größte Schwierigkeit liegt in der Unberechenbarkeit. Tiere folgen nicht unserem Plan, sie haben ihren eigenen Rhythmus. Ein Schmetterling bleibt selten länger als ein paar Sekunden auf einer Blüte sitzen, bevor er weiterflattert. Eine Biene ist ständig in Bewegung, sammelt Nektar, fliegt weiter, kehrt zurück. Und ein Frosch springt genau dann ins Wasser, wenn man endlich den Fokus gefunden hat. Ein weiterer Punkt ist die Größe. Insekten sind klein, oft winzig und bewegen sich schnell. Hier stößt man mit normaler Ausrüstung schnell an Grenzen. Umso wichtiger ist es, Geduld zu entwickeln und sich auf die Perspektive des Tieres einzulassen. Fototipps und Bildbeispiele Die Biene auf Lavendel Bienen fliegen ständig von Blüte zu Blüte. Man hat oft nur ein bis zwei Sekunden Zeit, den Fokus korrekt zu setzen.  Tipp: Stelle die Kamera vorher auf die Stelle ein, an der die Hummel voraussichtlich landen wird. Ein Makroobjektiv mit schneller Fokussierung ist hier Gold wert.
von Tobias Ackermann 6. September 2025
Naturschätze Donaueschingen - Eine fotografische Entdeckungstour Donaueschingen ist mehr als nur der Ursprung Donau. Die Stadt im Schwarzwald-Baar-Kreis verbindet auf besondere Weise Geschichte, Kultur und Natur. Zwischen barockem Schloss, moderner Architektur und idyllischen Parkanlagen entstehen faszinierende Kontraste, die zum Innehalten einladen. Genau diesen Blick habe ich versucht in meiner Fotoreihe “Naturschätze Donaueschingen” einzufangen.
von Tobias Ackermann 3. August 2025
Foto-Tour im Kaiserstuhl - Zwischen Reben, Trockenrasen und Geschichte Manchmal braucht es nicht mehr als einen gut gepackten Rucksack, bequeme Schuhe und die Bereitschaft, sich ein bisschen den Hang hochzuquälen, um eine Landschaft kennenzulernen, die mehr zu erzählen hat als so mancher Bildband. Meine Foto-Tour durch den Kaiserstuhl, vom Bahlinger Eck über die Schelinger Höhe, den Badberg, Haselschacher Buck bis hin zum Horberg, war so eine Landschaft. Die Tour führte durch das Naturschutzgebiet am Badberg (432,7 m), welches 65 Hektar umfasst und seit 1969 besteht, über Rebhänge, Trockenrasen und Wiesen. Auf dem Weg kommt man immer wieder an Infotafeln vorbei, die von der Region und ihrer Geschichte erzählen, also kann man nicht nur die Wunder der Natur bestaunen, sondern auch noch in die Geschichte eintauchen.
von Tobias Ackermann 20. Juli 2025
Granada - Wo Geschichte durch die Gassen flüstert Es gibt Orte, die ziehen einen sofort in den Bann, ohne große Worte, einfach durch ihre Präsenz. Granada ist so ein Ort. Eingebettet zwischen den Ausläufern der Sierra Nevada und den weiten Ebenen Andalusiens vereint die Stadt eine bewegte Geschichte mit maurischer Eleganz, christlicher Pracht und einer gewissen zeitlosen Magie. Wer mit offenen Augen und einer Kamera durch ihre Gassen streift, entdeckt nicht nur monumentale Bauwerke, sondern auch unzählige kleine Momente: goldenes Licht auf alten Mauern, das Spiel der Schatten in engen Gassen und eine Stadt die gleichzeitig stolz, lebendig und verwunschen wirkt.
von Tobias Ackermann 6. Juli 2025
Conil de la Frontera - Zwischen Wind, Wellen und endloser Weite Nach einigen intensiven Tagen in Granada (Beitrag dazu folgt), mit Kamera und Notizbuch zwischen maurischer Architektur und Stadtleben, zog es uns weiter Richtung Atlantik. Conil de la Frontera war unser Ziel. Ein kleiner weißer Ort an der andalusischen Costa de la Luz. Der Name dieser Küste verspricht nicht zu viel: Licht, Salz, Weite und in unserem Fall auch Muscheln, Flamingos und raue Brandung.
von Tobias Ackermann 5. Juli 2025
Pflanzen am Fürstenberg damals und heute Als Landschafts- und Naturfotograf bin ich viel draußen unterwegs. Am liebsten wandere ich früh morgens los, wenn der Nebel noch über den Wiesen liegt und das Licht weich über die Hügel der Baar fällt. Die Kamera immer dabei, auf der Suche nach besonderen Momenten, einer Blüte im Gegenlicht, einem Falter auf trockenem Gras, einem Farbspiel am Waldrand.
von Tobias Ackermann 24. Juni 2025
Ein Reisebericht über Licht, Gassen, Perspektiven und die kleinen großen Momente. Unsere Reise nach Lissabon begann mit dem Flugzeug. Nach der Landung am Aeroporto Humberto Delgado, trafen wir meine ältere Tochter (Alicia), die von Hamburg aus ebenfalls nach Lissabon geflogen ist, um mit uns Urlaub zu machen und nahmen die Linha Vermelha (rote Linie) der Metro bis ins Stadtzentrum. Das funktioniert, wenn man den Fahrkartenautomat verstanden hat, unkompliziert, schnell und du gewinnst einen ersten kleinen Einblick in die Dynamik der Stadt. Unsere Unterkunft lag zentral im Bairro Alto, sodass wir alles zu Fuß erreichen konnten.
von Tobias Ackermann 14. Juni 2025
Zwischen Blütenregen und Pflanzenwissen - ein Tag im botanischen Garten Rostock Nach einem ausgiebigem Frühstück am Doberaner Platz ging es mit dem Fahrrad zum Botanischen Garten in Rostock. Gut gestärkt war ich also bereit diesen zu erkunden. Gleich am Eingang wartete das erste Erlebnis auf mich. Von der Hauptstraße kommend betrat ich den Botanischen Garten durch eine Allee aus blühenden japanischen Zierkirschen. Ein rosa Tunnel, der das Stadtgeräusch sofort schluckte. Die Blüten hingen dicht und es rieselten ein paar Blätter auf den Weg. Ich war direkt mittendrin - nicht nur im Frühling, sondern auch in einer ganz eigenen Welt.
von Tobias Ackermann 7. Juni 2025
Insekten, Licht und Perspektive – Warum sich ein Blick auf Blumenwiesen lohnt Zwischen Verkehrskreisel und Insektenschutz Wenn wir an idyllische Blumenwiesen denken, tauchen vor unserem inneren Auge oft entlegene Landschaften auf - vielleicht eine Almwiese. Doch die Realität zeigt: Auch mitten im urbanen Raum können blühende Oasen entstehen, die nicht nur das Auge erfreuen, sondern auch einen wichtigen ökologischen Beitrag leisten. Ein perfektes Beispiel findest du in Donaueschingen: eine von Menschenhand angelegte Frühlingswiese auf einem Verkehrskreisel. Klingt erstmal unspektakulär, doch fotografisch wie ökologisch ist sie ein kleines Wunder.
von Tobias Ackermann 31. Mai 2025
Morgens um sieben im Mistelbrunner Wald – ein Shooting mit Sebastian Schnitzer Ich packe meine Ausrüstung meistens am Abend vor einem Shooting oder einer geplanten Fototour. Meine Kamera, Objektive, voll aufgeladene Akkus, Stativ und was für die geplanten Fotos noch gebraucht wird. Wenn ich rausfahre, will ich nicht basteln oder überprüfen müssen, ich will fotografieren. Dieses Mal ging es in den Mistelbrunner Wald, einen Ort, den ich gut kenne, weil ich schon oft dort war und der Wald sozusagen der Wald war indem meine Waldfotografie ihre Geburt hatte. :) Der Wald ist ruhig, hat klare Linien, einen von Moos bedeckten Boden, er ist nicht zu dicht, hat Lichtungen und eine Mischung aus Nadel- und jungen Laubbäumen. Die letzten Wochen hatte sich eine Idee in meinem Kopf entwickelt, ein natürliches Fotoshooting eines Wanderers auf seinem Weg durch den Wald, der zwischendurch eine kurze Pause macht und ein heißes Getränk genießt. Um diese Idee umzusetzen brauchte ich neben meiner Kameraausrüstung natürlich auch einen Wanderer. Also fragte ich Seppi (Sebastian Schnitzer) , der schon öfter mit mir kreative Ideen umgesetzt hat und bei dem ich weiß, dass er jemand ist, bei dem meine Idee natürlich rüber kommt: jemand draußen, früh unterwegs, achtsam, echt. Das Setting – bewusst einfach Da wir ja ein natürliches Shooting haben wollen, bleibt das Setting bewusst einfach: Seppi, der Wald, ein Aufsteckblitz mit Stativ und Schirm. Früh morgens ging es also für uns in den Wald, damit die Luft noch schön kühl ist um den Dampf des heißen Getränks auf den Bildern sichtbar zu machen. Kurz nach Sonnenaufgang ging es in den Wald um ein paar Locations festzulegen. Auf den Behind-the-Scenes-Bildern sieht man das ganz gut: Ich arbeite mit einem Aufsteckblitz, und einem weißen Durchlichtschirm. Kein Monster-Setup, aber genug, um gezielt Licht zu setzen, das wirkt, ohne aufzufallen. In diesem Fall den Schatten etwas aufzuhellen.
von Tobias Ackermann 24. Mai 2025
Waldgeheimnisse - eine filmische Reise ins Herz des Schwarzwalds Manchmal braucht es keinen großen Plan, nur die richtige Richtung. Bei diesem Projekt war das Ziel klar: Den Wald nicht nur zeigen, sondern spürbar machen. Nicht als Kulisse, sondern als Ursprung. Und Menschen porträtieren, die nicht vom Wald reden, sondern mit ihm arbeiten. Im Schwarzwald habe ich genau solche Menschen getroffen. Die Möbelmacher von woodesign . Keine Industrie, kein Fließband, eine Möbelwerkstatt in St. Georgen, die altes Holz aus abgerissenen Schwarzwaldhäusern verwendet, um daraus neue, zeitlose Möbel zu bauen. Hier entstehen Stücke, die nicht nur aus Holz sind, sondern aus Haltung. Die Männer und Frauen dort – ruhig, konzentriert, mit dem Blick fürs Wesentliche – leben ihr Handwerk. Sie schleifen nicht nur Oberflächen, sie formen Charakter.
von Tobias Ackermann 10. Mai 2025
Mystischer Wald im Fokus – Fotografie-Tipps für emotionale Waldbilder Der Schwarzwald ist mehr als nur ein beeindruckendes Naturgebiet. Für mich ist er ein Ort, der mich zurück zur Fotografie geführt hat. Gerade die besonderen Lichtstimmungen an nebligen Morgenden oder späten Nachmittagen haben mich immer wieder motiviert, die Kamera einzupacken und loszuziehen. In diesem Beitrag möchte ich zeigen, wie du solche Momente fotografisch festhalten kannst. Vom frühen Morgenlicht bis hin zu den moosbedeckten Baumriesen findest du hier praktische Hinweise für deine nächste Tour durch den Wald. Wann entsteht eine mystische Lichtstimmung? Wenn ich vor Sonnenaufgang durch das nasse Laub gehe, ist es oft noch vollkommen still. Der Wald ist in einen feinen Dunst gehüllt. Erste Lichtstrahlen treffen auf die Nebelschwaden und zeichnen Linien in die Luft. Diese Lichtstimmungen entstehen, wenn die Sonne sehr tief steht und auf feuchte, kühle Luft trifft. Besonders hier im Schwarzwald ist das häufig in den frühen Morgenstunden der Fall, oft nach klaren Nächten oder bei hoher Bodenfeuchte. An Bachläufen, Senken oder in Tälern bilden sich dann oft Nebelfelder, die das Licht sichtbar machen. Wenn das Sonnenlicht durch diese feuchte Luft fällt, wird es gestreut. Je nach Dichte des Nebels entstehen Lichtstrahlen, die unterschiedlich stark wirken. Mal sind sie weich und kaum sichtbar, mal deutlich und fast grafisch. Mit der Kamera lassen sich diese Effekte gut einfangen, wenn man weiß, worauf zu achten ist.
von Tobias Ackermann 7. Mai 2025
Frühling im Gegenlicht fotografieren Die Magie der Morgendämmerung Der Frühling bietet ideale Bedingungen für die Naturfotografie. Besonders in den frühen Morgenstunden entsteht eine beeindruckende Lichtstimmung. Tautropfen auf der Wiese reflektieren das erste Sonnenlicht und erzeugen faszinierende Glanzeffekte. Das Gegenlicht verstärkt diesen Effekt und verleiht der Szene eine besondere Tiefe.
Den Frühling in Pastellfarben fotografieren und aus unterschiedlichen Perspektiven kennenlernen.
von Tobias Ackermann 1. Mai 2025
In diesem Beitrag erfährst du, wie du den Frühling in Pastellfarben fotografieren und einfangen kannst. Außerdem lernst du das Frühlingserwachen aus verschiedenen Perspektiven kennen. Hier trifft Fotografie auf Urban-Sketching und das Farbsehen der Bienen.
Der Baumguru nimmt uns mit in den Wald für eine Bauminspektion. Kommt mit auf ein Abenteuer!
von Tobias Ackermann 26. April 2025
Bäume sind ein wichtiger Teil des Lebens. Joachim Schweizer der Baumguru weiß das und nimmt uns mit in den Wald um uns eine Bauminspektion zu zeigen. Diese gibt Aufschluss über die Gesundheit des Baumes. Taucht ein, in ein Abenteuer!
Unterwasseraufnahmen der Donauquelle in Donaueschingen mit grünlich schimmernden Algenfäden.
von Tobias Ackermann 19. April 2025
Entdecke die Donauquelle in Donaueschingen aus einer neuen Perspektive: Unterwasseraufnahmen enthüllen faszinierende Lichtspiele, Algenwelten und verborgene Details wie Münzen am Grund – ein magischer Blick in die verborgene Quelle der Donau.
Sonnenuntergang an den Cliffs of Moher (Irland) mit dramatischer Lichtstimmung über dem Atlantik.
von Tobias Ackermann 12. April 2025
Fotoreise durch Irland Teil 2 – Entdecke mit mir den ursprünglichen Ring of Beara, die majestätischen Cliffs of Moher und die faszinierende Karstlandschaft des Burren Nationalparks. Mit atemberaubenden Bildern, Insider-Tipps und echten Reiseerlebnissen nehme ich dich mit auf die grüne Insel – inklusive Pubbesuch mit Livemusik in Galway. Jetzt weiterlesen und Irland durch meine Linse erleben!
Beitrag über ein fotografisches Reiseabenteuer. Mit meiner Kamera durch das wilde Irland 2016.
von Tobias Ackermann 8. April 2025
Eine fotografische Rundreise durch Irland: Entdecke die wilde Schönheit der Dingle-Halbinsel, den Ring of Skellig und mehr – mit Tipps, Fotos und Reiseroute für deine eigene Irlandreise. Ideal für Natur- und Fotografie-Fans!
von Tobias Ackermann 5. April 2025
Der Blindensee – Ein Spaziergang im Schwarzwald Etwa vier Kilometer von Triberg entfernt liegt der Blindensee, ein verstecktes Naturparadies im Schwarzwald. Er ist umgeben von einem der wenigen noch intakten Hochmoore der Region und bietet eine beeindruckende Kulisse aus Wasser, Moor und urwüchsigem Wald. Das Naturschutzgebiet "Blindensee", das sich auf rund 1000 Metern Höhe befindet, wurde bereits 1960 unter Schutz gestellt und erstreckt sich über eine Fläche von etwa 28,5 Hektar. Besonders faszinierend ist der nahezu kreisrunde See mit seinem dunklen, geheimnisvollen Wasser, das je nach Lichteinfall fast schwarz erscheint.
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